Markus Koch Geschäftsleiter der Stiftung «Ora et Labora» übergibt sein Amt

Ein Blick zurück

Am 16. September 2017 bin ich in die Stiftung Ora et Labora eingetreten.

Die Aufgabe beim organisatorischen Aufbau einer neuen Unternehmung – von Anfang an dabei zu sein – war für mich ein toller Anreiz. Was gibt es Erbaulicheres als gegen Ende einer Berufslaufbahn eine solche Chance zu erhalten.

Mit dem Hintergrund meiner langjährigen Tätigkeit in der St. Anna Stiftung war dazu keine weitere Motivation notwendig, die Aufgabenstellung war klar: Den Gemeinschaften, ja jeder einzelnen der Schwestern einen angenehmen, möglichst sorglosen Lebensabend zu ermöglichen. Mein Leitsatz ist bis zum heutigen Tag derselbe geblieben:

 Die Schwestern haben für die Mitmenschen, Gesellschaft und Volkswirtschaft immenses geleistet. Dafür möchten wir mit unserem Einsatz danken.

Die Pionier- und Aufbauphase ist weitestgehend erfüllt. Das BZS bewährt sich im Alltag. Den Schwestern geht es sichtlich gut.

Ein Blick nach vorne

Es ist für mich Zeit loszulassen und einer jungen, innovativen Kraft Platz zu machen. Obwohl der Abschied schmerzt, übergebe ich diese edle, vornehme Aufgabe gerne meinem Nachfolger Herrn Andreas Schmidt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Andreas Schmidt, ist wohnhaft in Seelisberg und hat durch die Kirchenmusik und die Arbeit im Seelisberger Kirchenrat eine enge Verbindung zu beiden Landeskirchen. Als Sohn eines Theologen und einer Kirchenmusikerin ist er zu einem Teil in Deutschland am Hochrhein aufgewachsen und ist 1995 als Jugendlicher mit seinen Eltern in die Schweiz übergesiedelt.

Seit 2013 leitet und organisiert er Orgelkonzerte in den Kirchen zu Beckenried, Seelisberg und an den Orgeln des Verlindesaals im Park Hotel Vitznau und der Kapelle der Villa St. Charles Hall in Meggen.

Seit 2020 ist er im Kirchenrat Seelisberg und hat massgeblich zur Restaurierung der dortigen Goll-Orgel als Berater und Initiator beigetragen. Zudem ist Schmidt in den Kirchenmusikverbänden Luzern (KKVL) im Vorstand und im Kanton Uri als Mitglied aktiv.

Nach einer kaufmännischen Ausbildung und der Arbeit in der Buchhaltung der Stadt Zürich im Bereich Wirtschaftliche Sozialhilfe freut sich Andreas Schmidt auf die Arbeit bei der Stiftung Ora et Labora in Sarnen und der Zusammenarbeit mit den Schwesterngemeinschaften sehr.

Er wird mit einem überaus effizienten, kreativen Team die Tätigkeit im Benediktinischen Zentrum Sarnen übernehmen und weiter entwickeln können.

 Für mich geht am 30. November 2021 eine überaus spannende, äusserst intensive Zeit – die aber auch Kraft gekostet hat – mit Wehmut zu Ende.

Gerne bedanke ich mich bei allen Gemeinschaftsleitungen, Schwestern, dem Stiftungsrat, den Freundeskreisen Sarnen und Melchtal, den Spenderinnen und Spendern, den Behörden, den Verwaltungen und Dienstleistungserbringern für das entgegengebrachte Vertrauen. Weiter Allen die mich die letzten 4 Jahre in positiver Art unterstützt haben.

Spezieller Dank gebührt den Mitarbeitenden welche dafür sorgen, dass die Schwestern sich gut betreut und aufgehoben fühlen und der Leitsatz weiter umgesetzt wird.

Markus Koch

Buchrain, 25. Oktober 2021

 

 

 

Besuche bei Schwestern wieder möglich

Aufgrund der Corona-Epidemie konnte das Benediktinische Zentrum in den letzten Wochen keine Besucherinnen und Besucher mehr empfangen.

Ab sofort ist es wieder möglich, dass die Schwesterngemeinschaften nach telefonischer Voranmeldung Besuche empfangen können.

Gemeinschaft Sarnen 041 660 11 61
Gemeinschaft Melchtal 041 669 70 20
Gemeinschaft Wikon 062 745 00 60

Empfang und Kirche wieder geöffnet

Im Benediktinischen Zentrum sind die ersten Schwestern der drei Gemeinschaften sowie Mitarbeitende geimpft worden. 

Dadurch können auch einige Massnahmen im Zusammenhang mit den Corona-Massnahmen wieder aufgehoben werden, So ist der Empfang des Benediktinischen Zentrums zu Bürozeiten wieder geöffnet. Zudem finden seit Ende Januar wieder öffentliche Gottesdienst in der Klosterkirche statt. 

Empfang geschlossen, Klosterkirche wieder offen

Aufgrund der Corona-Krise bleibt der Empfang des Benediktinischen Zentrums weiterhin geschlossen. Hingegen können ab Montag, 25. Januar, in der Klosterkirche wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden.

Im Benediktinischen Zentrum sind gemäss verschiedenen Untersuchungen 16 Schwestern positiv getestet worden. Bei fünf Schwestern wurden keine Symptome festgestellt.

Zwei der betroffenen Schwestern befinden sich in Spitalpflege, die übrigen Schwestern befinden sich in Isolation. Sie werden von der Spitex, den Mitarbeitenden und Br. Meinrad vom Kloster Engelberg betreut.

Ebenfalls positiv getestet wurden der Spiritual sowie drei Mitarbeitende. Diese befinden sich ebenfalls in Isolation.

 

 

 

 

Neue Mitglieder im Stiftungsrat

Die Leitung der Stiftung Ora et Labora als Trägerschaft des Benediktinischen Zentrums Sarnen ist erneuert worden. Nach erfolgreichem Aufbau des Benediktinischen Zentrums ist nun der Zeitpunkt gekommen, die Stiftung in die Obhut der Schwesterngemeinschaften und dem Kloster Engelberg zu übergeben. Sie entscheiden damit künftig über die Ausrichtung und Zukunft des Zentrums. Im Fokus steht der weitere Ausbau des Zentrums als Ort der Spiritualität, der Wallfahrt, der Begegnung und Lebensraum für andere Gemeinschaften.

Neu gehören der Trägerschaft die Schwesterngemeinschaften von Melchtal und Wikon an. Ihre Priorinnen, Sr. Daniela Bieri und Sr. Margrith Jegerlehner, nehmen nun Einsitz im Stiftungsrat. Die Klostergemeinschaft St. Andreas Sarnen ist neu mit Äbtissin Sr. Rut-Maria Buschor vertreten. Sie tritt die Nachfolge der ehemaligen Äbtissin Sr. Pia Habermacher an. Auf Vorschlag des zurücktretenden Präsidenten Hanspeter Kiser (Bild) wurde das bisherige Mitglied, Abt Christian Meyer vom Kloster Engelberg, zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Nebst Hanspeter Kiser und Sr. Pia Habermacher treten auch die bisherigen Mitglieder des Stiftungsrats, Sr. Heidi Kälin, Generaloberin Schwesterngemeinschaft St. Anna Luzern, sowie Rita Wismann, Theologin, zurück. Ihnen gebührt für die geleistete Arbeit ein grosser Dank.

Die Stiftung wurde 2016 gegründet mit dem Zweck, die Lebensgrundlage von Ordensgemeinschaften durch eine Zusammenführung zu unterstützen und sicherzustellen sowie ein Ort der Begegnung zu schaffen. Während rund drei Jahren wurden die verschiedenen Gebäude des Frauenklosters Sarnen saniert, umgebaut und die Infrastrukturen erneuert und erweitert. Die Stiftung war zuständig für die Realisierung und Finanzierung des Projekts durch Eigenleistungen und Spenden. Anfang 2019 zogen die Schwesterngemeinschaften von Melchtal und Wikon nach Sarnen. Zusammen mit der Klostergemeinschaft St. Andreas Sarnen bilden sie das Benediktinische Zentrum, in welchem aktuell 22 Schwestern leben.

Das Benediktinische Zentrum Sarnen gilt schweizweit als Pionierprojekt für die Zukunft älterer und immer kleiner werdenden Ordensgemeinschaften. Solche Zusammenführungen ermöglichen ein ordensgerechtes Leben im Alter, die gegenseitige Unterstützung sowie Hilfe bei einer Pflegebedürftigkeit.

Bild: Hanspeter Kiser war als Präsident des Stiftungsrates massgeblich an der Realisierung des Zentrums beteiligt. 

Spezieller Samichlaus zu Besuch

Dieser Chlausabend wird noch lange in Erinnerung bleiben. Denn ohne jegliche Ankündigung besuchten der Samichlaus und sein Schmutzli die Schwestern im Benediktinischen Zentrum. Dabei «lobte» und tadelte» der Samichlaus jede Schwester einzeln mit einem Spruch. Der Aufritt begeisterte und wurde von Schwestern sehr geschätzt und gelobt.

Entstanden ist dieser Anlass spontan. Da aufgrund der Corona-Massnahmen der traditionelle Samichlaus-Besuch abgesagt werden musste, organisierte Marianne Zurkirchen, Leiterin Hauswirtschaft, einen internen Chlausabend. Innert weniger Tagen schrieb sie für jede einzelne Schwester einen persönlichen Text und trat zugleich als Samichlaus(in) auf. Begleitet wurde sie von Leonora Aliu, welche als Fachfrau Hauswirtschaft tätig ist und die Rolle als Schmutzli übernahm.

 

Verzicht auf Besuche wegen Corona-Krise

Aufgrund der zunehmenden Fallzahlen und Massnahmen sind Besuche im Benediktinischen Zentrum nicht mehr möglich. Diesen Verzicht auf Besucherinnen und Besucher haben die drei Gemeinschaften von Sarnen, Melchtal und Wikon beschlossen.

Für das Verständnis danken die Schwesterngemeinschaften und die Betriebsleitung des Zentrums.

Je nach Verlauf der Coronakrise werden wir über aktuelle Entscheide betreffend Besuchsmöglichkeiten entscheiden und mitteilen.

Kreuzweg von Sr. Chantal Hug eingeweiht

Der 19. September war für das Benediktinische Zentrum ein besonderer Tag: Der Kreuzweg von Sr. Chantal Hug von der Schwesterngemeinschaft Melchtal wurde in Sarnen eingeweiht.

Im Beisein von Schwestern und Gästen begrüsste Hanspeter Kiser,  Präsident der Stiftung Ora et Labora, zu dieser besonderen Vernissage. «Ewiger Gott, segne den Kreuzweg, den Schwester Chantal mit grossem Können und viel Liebe zu Jesus Christus für ihr Kloster geschaffen hat, damit die Menschen, die den Kreuzweg gehen, sich verbunden erfahren mit dir», sprach Pater Césart an der Einsegnung. Bei der Besichtigung der einzelnen Kunstwerke erläuterte die Theologin Rita Wismann die 14 Stationen.

Als Kreuzweg bezeichnet man einen der Via Dolorosa (schmerzensreiche Straße) in Jerusalem, dem Leidensweg Jesu Christi, nachgebildeten Wallfahrtsweg. Die meisten der beschriebenen Szenen folgen der biblischen Passionsgeschichte, einige werden nicht ausdrücklich in der Bibel erwähnt Da nicht alle Menschen ins Heilige Land pilgern konnten, hat sich im Mittelalter bald der Brauch entwickelt, die Jerusalemer »Via Dolorosa« an anderen Orten nachzubilden. Es ist ein Weg angelegt worden, oftmals in der exakten Länge des Prozessionsweges in Jerusalem. Dabei wird nicht nur an die Leidensgeschichte Jesu erinnert, sondern auch für all die Menschen gebetet, die zu Unrecht verurteilt, gefoltert, verspottet und getötet wurden.

Kreuzweg von Sr. Chantal an der Klostermauer